13.01.2015

Regal aus alten Wein-/Obstkisten

Bild 1: Das Ergebnis des Regals aus Obstkisten
Bild 2: Alternative als Couchtisch

Aus alten Obstkisten wollte ich ein kleines Regal für ein paar Bücher bauen. Insgesamt 5 Kisten sollen dann im Wohnzimmer im Vintage-Look erstrahlen. Nach Fertigstellung habe ich festgestellt, dass diese auch hervorragend als Schlafplatz für kleine Tiger-Katzen dienen ;-).

Als erstes musste ich mir entsprechende Kisten besorgen, da wird man aber im Internet sehr schnell fündig. Die Kisten sollten selbstverständlich noch im natürlichen Zustand sein, also unbehandelt. Es gibt sehr viele unterschiedliche Formate. Hier muss jeder für sich entscheiden, welches Format am geeignetsten ist. Auch habe ich festgestellt, dass Weinkisten nur zwei Seitenbretter und Obstkisten drei Seitenbretter aufweisen. Zum Bauen eines Regals ist es deshalb ratsam auf Obstkisten zu setzen, um eine größere Ablagefläche nutzen zu können. Die Kisten können beliebig im Quer- oder Hochformat gestapelt werden.

Folgendes Material habe ich dafür verwendet (die Menge bezieht sich auf 5 Kisten):

  • 5 Obstkisten, alternativ Weinkisten im gewünschten Format
  • 2 x Vollton- und Abtönfarbe in braun
  • ca. 1-1,5 L weiße Acrylfarbe
  • ca. 1,5 L Klarlack
  • Drahtbürste
  • Edelstahl-Topfreiniger
  • Schleifpapier und -klotz
  • Handfeger
  • Kerzenwachs
  • Pinsel
  • evtl. Nägel und Hammer

Zunächst müssen die alten Kisten erst mal gereinigt werden. Also gründlich abbürsten und die Holzsplitter mit dem Schleifpapier gründlich entfernen, um sich später nicht verletzen zu können. Besonders zwischen den Brettern, an den Kanten, war intensiver Einsatz notwendig. Ich habe zusätzlich geprüft, ob alle Bretter fest miteinander verbunden waren. Da meine Kisten schon einige Jahrzehnte alt waren, waren die Bretter teilweise schon etwas gelöst. Diese habe ich mit jeweils 1-2 Nägeln neu befestigt und schon war die Kiste wieder einsatzbereit. 

Meine Kisten waren (durch die vielen Jahre) zwar schon sehr braun, jedoch farblich nicht gleichmäßig. Um später ein einheitliches Bild zu haben, habe ich alle Kisten mit einer wasserverdünnten braunen Vollton- und Abtönfarbe gestrichen. Diese dann einen Tag gut trocknen lassen, denn die Farbe soll gut in die Kiste einziehen und beim späteren Schleifen sich nicht gleich wieder ablösen.

Im nächsten Schritt müssen alle Kanten und nach Bedarf auch Teile der Fläche mit Kerzenwachs eingerieben werden. Ich habe ein handelsübliches Teelicht dafür verwendet. Der Schritt ist sehr wichtig, denn so haftet die weiße Acrylfarbe nicht ganz so stark an der Kiste und lässt sich einfacher wieder abschleifen, um den gewünschten Look zu erzielen.

Nun kann die weiße Acrylfarbe aufgetragen werden. Je nach Geschmack kann man hier entweder etwas sparsamer beim Auftragen sein oder die braune Kiste komplett mit weiß überstreichen. Aber Achtung: Je dicker die weiße Farbe aufgetragen wird, desto schwieriger ist im Anschluss das Abschleifen (trotz Wachs).

Wenn die Kisten gut getrocknet sind (1 Tag) kann es nun ans schleifen gehen. Alle Kanten sollten mit dem Topfreiniger, der Drahtbürste und/oder dem Schleifpapier geschliffen werden. Man muss etwas ausprobieren, was sich an welcher Stelle am Besten eignet. Teilweise ist es sehr kraftaufwendig.

Zum Schluss den Schleifstaub gut abfegen und mit Klarlack versiegeln. Und fertig ist die Kiste.

Einige Kisten habe ich im Hochformat stehen. Da die Bücher aber nicht ganz so hoch sind, wenn sie in der Kiste senkrecht aufgestellt werden, habe ich mir noch eine Zwischenablage gebastelt. Dazu habe ich mir aus dem Baumarkt eine lange Leiste gekauft und auf die gewünschte Länge gekürzt (jeweils drei Leisten pro Kiste). Jede Leiste habe ich dann ebenfalls nach dem oben beschriebenen Verfahren in den Vintage-Look verwandelt. Zum Schluss einfach mit ein paar Schrauben fixieren und die Kiste hat ein weiteres Fach.

Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig, ob als Regal, als Couchtisch oder Ablage. Viel Spaß beim nachbasteln.

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