10.05.2015

Bilderast

Das Ergebnis des Bilderastes (einige Bilder neutralisiert)

Ein Teil der Wand im Hausflur war nach unseren Sanierungsarbeiten noch etwas "leer". Hier fehlte mir eindeutig entsprechende Deko. Ein einfaches Bild erschien mir etwas langweilig, nein es sollte schon etwas besonderes sein. Nach ein paar Überlegungen entwickelte ich die Idee einen - ich nenne es mal - Bilderast zu bauen. Aus einem größeren Ast und ein paar Familienbildern sollte dieser entstehen. In Bild 1 ist das Ergebnis zu sehen. Im Grunde ist es auch recht schnell umgesetzt, sofern alle Materialien vorliegen. Das schwierigste war dabei nicht mal den passenden Ast zu finden, sondern die Familienmitglieder zu ermuntern passende Bilder zu schicken ;-). Den Ast konnte ich bei Gartenarbeiten aus der Verwandschaft ergattern.

Folgendes Material habe ich dafür verwendet:

  • ein Ast in gewünschter Länge und Form (hier ca. 1,80m lang)
  • Bilderrahmen in gewünschter Größe und Anzahl (hier 10 weiße Holzbilderrahmen mit den Maßen 13cm x 18cm aus einem großen Möbelhaus)
  • weiße Acrylfarbe (nur wenige Pinselstriche erfrderlch)
  • Klarlack
  • 2 Hacken + Dübel
  • 10 Nägel zum Befestigen der Bilderrahmen
  • ca. 1m Sisalseil (Durchmesser 5mm)
  • ca. 10m (braune) Schnur (Durchmesser 3mm)

Zunächst muss der Ast bzw. die Rinde intensiv gereinigt werden. Am besten mit Spülmittel-Lauge und warmen Wasser. Wer bedenken hat, dass sich "Untermieter" in dem Ast befinden, kann die Rinde gerne entfernen. Ich habe die Rinde dran gelassen. Anschließend habe ich den Ast lange trocknen lassen, 3 Monate bei Zimmertemperatur. Da die Restfeuchte hauptsächlich von der Rinde getragen wird und ich diese nicht entfernt habe, dauert der Trocknungsprozess einige Zeit. Die anfängliche Restfeuchte von ca. 54% konnte ich so auf 34% reduzieren. Eine Restfeuchte von 20% wäre sicherlich besser gewesen, aber ich wollte nun endlich weiter basteln und habe es riskiert.

Nach 3 Monaten Wartezeit habe ich den Ast mit weißer Acrylfarbe angemalt. Man sollte darauf achten nur sehr wenig Farbe zu nehmen, da das Holz noch etwas durchschimmern sollte. Eventuell kann die Acylfarbe auch verdünnt werden, um den Effekt zu unterstreichen.

Nach einem Tag Trocknungszeit habe ich einen Klarlack aufgetragen, damit man den Ast auch mal abwischen und somit vom Staub befreien kann. Auch die Enden mit dem Lack bestreichen. Nach einem weiteren Tag ist der Ast nun fertig. Im nächsten Schritt können nun die Haken in die Wand geschraubt werden. Diese befinden sich bei mir auf gleicher Höhe.

Um den Ast zu halten, habe ich mir Sisalseil besorgt. Ich habe zunächst recherchiert, welcher Knotentyp (es gibt ja so viele unterschiedliche Knoten) am geeignetsten für mich ist. Der Knoten musste sehr variabel verstellbar sein, um die letzten Feinheiten bezüglich der richtige Länge des Seils einstellen zu können. Hier schien der sogenannte Henkersknoten ideal zu sein. Auch nach Fertigstellung kann ich bestätigen, dass er die richtige Wahl war. Ich habe also die Enden des Sisalseils zu einem Henkersknoten gebunden und diese dann in die Haken eingehängt. Da das Sisalseil sehr rau ist, konnte die Position auch nicht verrutschen, obwohl der Ast in dem Seil lag! Durch das Verschieben der Schlaufen konnte ich die Position des Astes sehr gut festlegen.

Nun müssen die Bilder in Position gebracht werden. Die Bilder sollen ebenfalls an einer Schnur hängen, die um den Ast gelegt wird. Jedoch dient die Schnur nicht als Halterung, sondern eher als Deko. Die Bilder selber hängen (ganz normal) an einen Nagel, aber rein visuell sollte es so aussehen, als wenn die Schnur dafür sorgt, dass die Bilder halten ;-). Hier ist schon etwas Geduld gefragt, um die richtige Seillänge und Schlaufengröße zu erhalten. Auch bei dieser Schnur, die ich für einen stärkeren Kontrast in braun gewählt habe, habe ich die Enden zu einem Henkersknoten gebunden.

Viel Spaß beim Nachbauen.

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